Wie ich arbeite
Ankommen im eigenen Körper
Oft denken die Menschen, die zu mir kommen, sie wären entspannt, während ihr Körper etwas anderes sagt. Bei Übungen denken die meisten, ihre Bewegungen wären korrekt, dabei befinden sie sich in Ausweichsbewegungen. Sie sind im Kopf, aber nicht wirklich im Körper.
Durch meine langjährige Erfahrung als Therapeutin weiß ich, es braucht zuerst ein Körperbewusstsein, ein Sich-immer-mehr-im-Körper-spüren, um dann erst gezielte Übungen zu erlernen. Welche Bewegungen tun mir gut, wie weit kann ich mich bewegen, so dass der Körper mitkommen kann? Ohne die eigenen Körpergrenzen wahrzunehmen, können sonst leicht Überforderungen entstehen und wir dem Körper schaden.
Wie soll ein Mensch wissen, wie sich das Neue anfühlt, wenn es noch nie zuvor gespürt wurde? Wir können nur von dem ausgehen, was wir kennen.
Sich spüren. Sich lösen. Heimkommen
Durch meine Behandlung können neue, spürbare Erfahrungen gemacht werden. So kann erst ein Vergleich und eine Neuorientierung im Körper entstehen. Dabei gibt es die Chance für den Menschen, eine zarte Bande zu seinem Körper zu entwickeln.
Je mehr wir Bodenkontakt (Erdung) spüren und wahrnehmen, desto standfester und sicherer fühlen wir uns. Die Muskeln können entspannen, die Gelenke werden entlastet und der Körper kann „aufatmen“.
Wenn der Körper schmerzt, ist dies ein Hilfeschrei, dass eine andere Haltung eingenommen werden soll. Und vor allem, dass sie/er nach Hause in den eigenen Körper kommen soll. Ein verlassenes Haus verfällt; ein bewohntes Haus bleibt erhalten. Die Frage ist, wie liebevoll dieses Haus gepflegt wird.
Berührung bewegt, was festgehalten war
In der Körperpsychotherapie geht man davon aus, dass sich unbewältigte Erfahrungen und Emotionen im Körper in der Muskulatur und im Nervensystem festsetzen. Bei langanhaltender Überforderung und Stress entsteht schon im Babyalter und als Kind eine Art Spannungsmuster, das sich im Körper manifestiert, und sich auch durch ein bestimmtes Atemmuster zeigen kann.
Ich als Physiotherapeutin arbeite an dem Körper, das heißt auch genau in diesen Atem-, Spannungs- und Haltungsmustern!
Verspannte Muskeln werden gedehnt und „bearbeitet“, die Statik wird manuell auch „gerichtet“.
Aufmerksam beobachte ich die Atmung meiner Patienten. Im Stress oder Schmerz werden wir kurzatmig.
Durch das Miteinbeziehen der Atmung in meine Behandlung können auch die gewohnten Atmungsmuster sanft „durchbrochen“ werden.
Ziel ist es, Weite in der Bewegung UND in der Atmung zu erreichen.
Wenn der Körper einfriert – bis er wieder fließt
Früher habe ich über den Körper des Menschen bestimmt und habe den Körper in Positionen gebracht, die oft eine Überforderung waren. Ich habe Körpergrenzen somit überschritten und Menschen dabei oft überfordert. So hatte ich es gelernt.
Doch mit meinem heutigen Wissen und meinen eigenen Erfahrungen von Retraumatisierung, arbeite ich traumasensibel.
Heute bestimmen der Mensch (verbal, was sie/er nicht möchte oder möchte) und sein Körper (non-verbal, ich spüre die Energie des Körpers), was ich tun darf. Sanfte und stetige Veränderungen der Körperstatik, bei gleichzeitigem Sich-immer-mehr-im-Körper-spüren, bringen eine Nachhaltigkeit auch in den Alltag hinein.
Ich möchte kurz die Begriffe Entwicklungs- und Schocktrauma beschreiben:
- Ein Entwicklungstrauma geschieht, bevor die Person ein Bewältigungssystem und eine Sprache entwickelt hat.
- Ein Schocktrauma ist ein singuläres Ereignis, durch das das Bewältigungssystem im entsprechenden Moment absolut überfordert ist. Zu dieser Rubrik können zum Beispiel auch Operationen zählen.
Diese Beschreibung ist sehr kurz gefasst. Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich Dami Charf wärmstens empfehlen. Auf ihrer Webseite und in ihren Videos beschreibt sie in verständnisvoller Sprache, was Traumatisierung bedeutet und wie sie sich im Leben auswirkt (https://traumaheilung.de).
Es ist aus meiner eigenen Geschichte heraus mein Herzenswunsch, auf Traumatisierung aufmerksam zu machen und den Menschen dabei bewusst zu entlasten. Meiner Ansicht nach wird Traumatisierung in der Gesellschaft und in der Medizin immer noch zu wenig berücksichtigt. Dabei betrifft es so viele. Auch wenn wir es vorerst nicht glauben können oder wir das Gefühl haben, etwas stimmt mit uns nicht.
Ob körperliche oder seelische Narben – beides hinterlässt Spuren im Körper, die seine Funktionen blockieren können. Diese Erkenntnis brachte mich dazu, weiterzuschauen und mich weiter zu schulen, um Ansätze zu finden, die den Menschen unterstützen. Klar ist für mich heute:
Die Körperanatomie hört nicht bei dem Feststofflichen (dem Körper) auf. Die feinstoffliche Anatomie (das Energiesystem) erweitert das Feld des Menschen und gehört genauso dazu. Unser Energiesystem wie Meridiane, Chakren und Aura gehören zu der Einheit Mensch dazu und ist in einem morphokybernetischen Quantenfeld eingebettet. Nichts kann voneinander getrennt werden, denn alles existiert in der Gleichzeitigkeit und Ganzheit, und somit in der Einheit des Menschen.
Heute arbeite ich mit Erlaubnis des ganzen Körpersystems und kombiniere physiotherapeutische Handgriffe mit feinstofflicher Energiearbeit.
Bildlich gesprochen, wenn der Akku des Handys leer ist, funktioniert das Handy nicht mehr. Es kann keine Kommunikation stattfinden. Erst wenn über das Ladekabel der Akku aufgeladen wird, funktioniert das Handy mit seinen bestimmten Funktionen wieder. Genauso ist es im Körper. Wenn die Energie (feinstofflich) unterbrochen ist (z. B. durch Narben), stockt oder nicht fließt, ist der Körper gleichzeitig geschwächt und umgekehrt. Die Kommunikation findet im Austausch des ganzen Körpersystems statt. Die Aura, Chakren (die immer über einer wichtigen Hormondrüse und Hauptnervenknoten sitzen) und deren Meridiane, die mit dem Körper und seinen Organen verbunden sind, sind sozusagen die „Kommunikationskabel“.
Über EVSR nach Herbst® arbeite ich mit dem Körpersystem, um eine wiederverbindende und harmonisierende Kommunikation im Körper zu bewirken.
Über die Morphokybernetik® nach Dr. med. Ewald Töth arbeite ich gleichzeitig im Morphokybernetischen Quantenfeld.
Unser Energiesystem mit Meridianen, Chakren und Aura gehört zu der Einheit Mensch dazu und ist in einem morphokybernetischen Quantenfeld eingebettet, ob wir es bewusst oder unbewusst wahrnehmen.
Ohne dieses Feld könnten wir uns gar nicht bewegen und innerhalb dieses Feldes kann wieder eine Ganzheit erfahren werden.
Der Verstand kann oft nicht mitkommen, aber die neu gefühlte Erfahrung im Körper wird zu einer wissenden Körpererfahrung. Diese Herangehensweise meiner Behandlung braucht Mut, sich zu spüren und Ausdauer. Denn Sie sind Ihr Heiler/In, ich unterstütze Sie dabei. Es ist ein herausfordernder Weg, der sich nach meiner Erfahrung immer lohnt.
Jeder Mensch kann sich selbst die Erlaubnis geben, sich wieder bewusst näherzukommen, sich im Ganzen zu spüren und die eigenen Kräfte zu aktivieren − wie auch immer dieser ureigenste Weg aussehen mag. Die feinstoffliche Behandlung dient ausschließlich der Unterstützung des eigenen Weges im Zusammenhang mit dem eigenen Körper.
Die feinstoffliche Energiearbeit ersetzt nicht eine eventuell erforderliche ärztliche oder heilpraktische Behandlung!
Ich habe jetzt ausführlich beschrieben, wie ich arbeite, so dass Sie ein Gefühl für meine Arbeit bekommen konnten. Vielleicht spricht Sie meine Behandlung an oder Sie sind neugierig geworden und Ihr Herz sagt zu dieser ganzheitlichen Physiotherapie „Ja“.
Unser Schatten eilt uns oft voraus,
Vernebelt uns in unserem Tun und
In unseren gewohnten Handlungen.
Der erste Schritt ist:
Unseren Schatten sichtbar werden zu lassen.
Der zweite Schritt ist:
Ihn hinter uns zu stellen, in dem Bewusstsein, dass er immer da ist.
So können wir klar sehen
Und
Begreifen die schmerzhafte Befreiung als Chance,
Die Eigenverantwortung für unser Tun und unsere Handlungen zu übernehmen.
Das Gesetz „der Andere ist Schuld“ wird außer Kraft gesetzt
Und
Das Gesetz der Veränderung nimmt seinen Lauf.
Christina Sayegh